Konservierungsstoffe in Kosmetik – das sollten Sie wissen

Kosmetische Inhaltsstoffe sind ein viel diskutiertes Thema - die aktuelle Debatte dreht sich um die Frage: Konservieren oder nicht konservieren? Wir klären Sie über Konservierungsstoffe auf und verraten Ihnen, warum Kosmetik sorgfältig haltbar gemacht werden muss. Hier sind die Fakten zum Einsatz von Konservierungsstoffen in Pflegeprodukten.

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Was ist ein Konservierungsstoff?

Wie der Name schon sagt, halten Konservierungsstoffe unsere Kosmetikprodukte frisch. Nach dem Öffnen halten sie Bakterien fern. Ein Konservierungsstoff ist definitionsgemäß eine Substanz, die zum Schutz vor Verderben verwendet wird. In Kosmetik verhindern sie bestimmte chemische Reaktionen, wie Oxidation, oder mikrobiologische Veränderungen. Sie gewährleisten, dass ein ungeöffnetes Produkt zwei bis drei Jahre lang frisch bleibt. Aber auch, wenn ein Pflegeprodukt Konservierungsstoffe enthält, wird seine Haltbarkeit nach dem Öffnen auf ein Jahr reduziert.
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Woran erkenne ich, wie lang genau meine Pflege noch haltbar ist?

Generell gilt immer das angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung. Auf einigen Tiegeln, Pumpspendern oder Tuben ist eine Sanduhr mit Datum abgebildet. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie das Produkt bereits geöffnet haben oder nicht. Die Sanduhr gibt die Mindesthaltbarkeit nach der Herstellung an. Auf anderen Kosmetika ist wiederum ein geöffneter Tiegel mit einer Zahl abgebildet. Hier spielt der Zeitpunkt, ab dem das Produkt geöffnet wird, eine wichtige Rolle für die Haltbarkeit. Die Zahl gibt an, wie viele Monate die Pflege nach dem Öffnen haltbar ist, 3M bedeutet z.B. 3 Monate.
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Welche Produkte enthalten Konservierungsstoffe?

Kosmetik mit einem Wasseranteil, die 100 % frei von Konservierungsstoffen ist, existiert nicht. Selbst wenn Sie zertifizierte Naturkosmetik und Bio-Produkte verwenden, sind Konservierungsstoffe in der einen oder anderen Form enthalten, weil natürliche Inhaltsstoffe dazu neigen, schnell zu verderben. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Konservierungsstoffe, die teilweise aufgrund gesundheitlicher Risiken nicht mehr routinemäßig eingesetzt werden. Produkte ohne Wasseranteil, wie z.B. reine Öle oder Fette werden lediglich mit Antioxidantien versetzt, damit sie bei der Reaktion mit Sauerstoff nicht so schnell ranzig werden.
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Sind Konservierungsstoffe unbedenklich?

Eine klare Antwort auf diese Frage gibt es nicht, dafür gibt es schlichtweg zu viele Inhaltsstoffe, die zur Konservierung eingesetzt werden. Parabene sind ein gängiger Konservierungsstoff in Pflegeprodukten und Kosmetika. Sie sind in Verruf geraten, obwohl ihre Wirkung in Verbindung mit anderen Chemikalien noch nicht ausreichend erforscht ist. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir Ihnen trotzdem Shampoo, Cremes, Bodylotions und Co ohne Parabene zu verwenden. Ob ein Konservierungsstoff für Sie unbedenklich ist, hängt immer auch vom Hauttyp bzw. Hautzustand ab. Generell gilt: Für besonders sensible, gereizte oder zu Allergie neigende Haut sollte immer eine hypoallergene Pflege mit möglichst wenig Inhaltsstoffe verwendet werden. Dass besonders Natur- oder Bio-Kosmetik für empfindliche Haut geeignet ist, stimmt nicht unbedingt. Hier kommen oft ätherische Öle als Konservierungsmittel zum Einsatz. Diese sind zwar natürlich, können die Haut aber unter Umständen genauso reizen, wie industrielle Stoffe.
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Cremes lassen sich doch sicherlich ohne Konservierungsstoffe herstellen?

Alle Kosmetikprodukte müssen mikrobiell stabil sein. Mit anderen Worten, Produkte müssen nach dem Öffnen vor Bakterien, Hefe- und Schimmelpilzen, die bei Hautkontakt Allergien auslösen können, geschützt werden. Das Problem ist, dass schädliche Mikroorganismen Wasser zum Überleben benötigen. Da die meisten Kosmetikprodukte Wasser enthalten, ist es von grundlegender Wichtigkeit, dass eine Form von Konservierungsmitteln in der Formulierung enthalten ist. Ohne Konservierungsmittel wären diese Produkte nur wenige Tage haltbar.
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Wie kann ich die Haltbarkeit meiner Produkte verbessern?

Die goldene Regel: Bevor eine Pflege verwendet wird, sollte man sich immer die Hände waschen. Insbesondere wenn sich die Creme in einem Tiegel befindet, aus dem Sie diese mit den Fingern entnehmen und so möglicherweise durch den Kontakt das Bakterienwachstum steigern. Wärme-, licht- und feuchtigkeitsgeschützte Kosmetikprodukte sind vor dem Öffnen im Allgemeinen 30 Monate haltbar, nach dem Öffnen 6 bis 12 Monate. Das Haltbarkeitsdatum im Blick zu behalten ist wichtig, wenn Sie Kosmetikprodukte verwenden möchten, solange sie noch frisch sind.

Wenn sich Farbe oder Geruch eines Ihrer Kosmetikprodukte verändert hat, sollten Sie es entsorgen – abgelaufene Produkte können schädlich sein und der Sinn der Pflege ist schließlich, Ihre Haut zu verwöhnen, nicht zu reizen.

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